Siebenbürgen

October 7th, 2011

Cluj (Klausenburg) liegt in der Region Siebenbürgen (rum. Ardeal ) ziemlich zentral auf dem Gebiet Rumäniens. Die Region ist auch als Transsilvanien bekannt, ein aus dem Lateinischen abgeleiteter Name, der soviel wie “Hinter den Wäldern” bedeutet. Das Gebiet wird von den beiden südlichen Ketten der Karpaten eingefasst, die fast einen rechten Winkel zueinander bilden. In dieser Region wurden mit Schäßburg, Kronstadt, Hermannstadt, Mediasch, Bistritz, Mühlbach und eben Klausenburg einst sieben Städte von deutschstämmigen Siedlern gegründet. Man nimmt an, dass aus diesem Grunde die Region Siebenbürgen auch ihren deutschen Namen entlehnt hat. Die Siedler stammten hauptsächlich aus dem Mosel- und Mittelrheingebiet sowie aus der Wallonie und Flandern. Die Besiedlung begann etwa Mitte des 12. Jahrhunderts und die zweite größere Welle vollzog sich Mitte des 16. Jahrhunderts. Anfangs war Siebenbürgen ein Teil des Königreiches Ungarn. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts jedoch erlangte das Habsburger Reich die Kontrolle über Ungarn, nachdem dieses zwischenzeitlich durch die Türken in drei Teile zerschlagen wurde. Deshalb stand Siebenbürgen auch bis Mitte des 19. Jahrhunderts unter österreichischer Militärverwaltung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in Siebenbürgen Erdgasvorkommen entdeckt. Dies zog eine rasche Industrialisierung der Region nach sich. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges, den Österreich-Ungarn mit einer Niederlage quittieren musste, wurde Siebenbürgen Rumänien zugesprochen. Während des Zweiten Weltkrieges versuchten Österreich und Deutschland diesen Status wieder zu ändern. Rumänien wandte sich jedoch der Sowjetunion zu und sollte nach Ende des Krieges auch der Nutznießer sein, indem es Siebenbürgen behielt, das auch bis zum heutigen Tage Teil des rumänischen Staatsgebietes ist

Die Fläche des heutigen Siebenbürgen umfasst knapp 60 000 Quadratkilometer, auf denen etwa 7 Millionen Menschen leben. Der Anteil der Deutschen hat in den letzten Jahrzehnten ständig abgenommen, was mit einer Vermischung der Bevölkerung zu erklären ist. Während zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts noch etwa 12 Prozent Deutsche in Siebenbürgen lebten, sind es jetzt nur noch knapp 1 Prozent.

Der Weg nach Klausenburg

August 2nd, 2011

Die Großstadt Klausenburg liegt im westlichen Rumänien, in Siebenbürgen, und ist eine einst von Deutschen gegründete Stadt.
Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem Beitritt Rumäniens zur Europäischen Union erlebt das Land und auch Klausenburg einen stetigen Aufschwung. Im Bereich der Infrastruktur kann die Region jedoch noch nicht mit Westeuropa konkurrieren. So ist zwar seit Jahren die so genannte Siebenbürgen-Autobahn A3 in Planung, verwirklicht sind jedoch erst einige Teilstücke. Diese Autobahn soll zukünftig von der ungarischen Grenze an Klausenburg entlang bis zur Hauptstadt Bukarest führen. Ab der ungarischen Grenze würde dann über die dortige M4 eine Verbindung nach Budapest entstehen, von dort u.a. weiter nach Wien. Auch diese M4 ist jedoch noch nicht in Gänze fertig gestellt. Als Teil der Europastraße 60 wird so eine leistungsfähige Verbindung nach Westeuropa entstehen.

Im Bereich des Luftverkehrs ist Klausenburg bereits deutlich besser zu erreichen: Der internationale Flughafen Cluj-Napoca bietet Direktflüge in viele Städte Europas an. Lufthansa fliegt von hier nach München, Wizz Air u.a. nach Dortmund, London und Mallorca.

Im Schienenverkehr ist Klausenburg ebenfalls ein Knotenpunkt. Schnellzüge verkehren in alle Teile des Landes, eine wichtige internationale Verbindung existiert nach Budapest in Ungarn. Hinzu kommt ein Busbahnhof, von dem es ebenfalls internationale Verbindungen gibt.
Für den innerörtlichen Verkehr in Klausenburg sorgt die Straßenbahn in Kombination mit vielen Buslinien.

Reitvergnügen in den Apuseni

December 2nd, 2009

Ein wunderbares Reitvergnügen in Mitten unberührter Natur bietet das Apuseni-Gebirge, das nordöstlicher der bedeutenden Stadt Klausenburg liegt. Trotz wunderbaren Reitbedingungen bieten nur wenige Reittouren für Touristen in dem wunderschönen Apuseni-Gebirge an. Reitlehrer Mugur Pop hat diese Lücke für sich entdeckt und bietet ausgiebig erarbeitete Reittouren für 70 Euro pro Tag und Person an. Er verfügt über 12 Pferde, die in seinem Stall bei Klausenburg untergebracht sind und nur darauf warten ausgeritten zu werden.
Während der Ausritte kann man uralte Bauernhäuser bewundern, mit viel Glück begegnet man auch Bären und vielen andern Tieren der siebenbürgischen Wälder. Allerdings sind die Bären am ehesten im Frühling anzutreffen, wenn sie aus ihrem Winterschlaf erwachen.
Erst vor kurzem wurden von den Bauern in den Apuseni kleine Pensionen und Unterkunftsmöglichkeiten errichtet, denn der Tourismus ist hier erst in den Anfängen. Hier bereitet noch die Großmutter Speisen für die Gäste vor, es kann selbstgebrannter Pflaumenschnaps, genannt “Tzuika”, direkt aus eigener Brennerei genossen werden.
Die Apuseni sind ein vergessenes Paradies, in dem Urlauber am besten zu Pferd oder per Mountainbike vorwärts kommen, im Winter ist der Schlitten hier das passende Verkehrsmittel.

Wanderausstellung im Schneiderturm

December 2nd, 2009

Im Oktober diesen Jahres wurde in dem bekannten Schneiderturm der Stadt Klausenburg eine ganz besondere Wanderausstellung eröffnet. In dieser Ausstellung will man die beeindruckenden Erfolge der Eminescu-Stiftung darstellen. Bereits vor zehn Jahren wurde diese ins Leben gerufen. Ziel der von Prinz Charles gegründeten Stiftung ist die Sicherstellung und Erhaltung der siebenbürgischen Kultur, die so wertvoll und reich ist wie kaum eine andere in Rumänien.
Dabei geht es nicht ausschließlich um die Restaurierung oder Erhaltung von Kirchen, Bauwerken und Denkmälern, sondern es wird sich auf die ganze Gemeinden konzentriert, wo der Mensch und sein Umfeld im Vordergrund stehen. Man versucht die historischen Merkmale der Gemeinden vor der geschmacklosen Modernisierung zu schützen und im Gegenzug touristisch nachhaltige Werte zu schaffen. Das Paradebeispiel für diese Art von Hilfe durch Selbsthilfe ist die Gemeinde: Deutsch-Weißkirch. Hier ist die Hilfe wirklich angekommen.
Zu dieser ganz besonderen Jubiläumsausstellung stehen ebenfalls deutsch-sprachige Informationsbroschüren und CD´s zur Mitnahme bereit. Sie ist eine Gelegenheit die vielen Eindrücke der Ausstellung auch zu Hause fortwirken zu lassen.

Klausenburg: die Geschichte

November 13th, 2009

Die Hauptstadt des Bezirks Cluj in Siebenbürgen, ist Cluj-Napoca die drittgrösste Stadt Rumäniens. Sie ist eine multikulturelle Stadt – 79,4% der Einwohner sind Rumänen, 19% Ungarn, 0,23% Roma, 0,06% Deutsche und Juden – die auf eine 2000 jahre alte Geschichte zurückschaut. Ihren Ursprung hat die Stadt in einer dakische Siedlung. Nach der römischen Eroberung unter Kaiser Trajan, wurde die Siedlung Napoca 106 nach Christus zur römischen Kolonie. Schon damals war sie ein Verkehrsknotenpunkt, somit konnte sich die Siedlung schnell entwickeln, und erhielt unter Kaiser Hadrian die Rechte eines Municipiums. In den folgenden 500 Jahren war die Siedlung mehreren Volkzügen unterworfen: Goten, Hunnen, Bulgaren, Awaren, Tataren, usw. übernahmen abwechselnd die Herrschaft. Unter der Herrschaft des ungarischen Königs István (1270-1272) siedelten auch die Sachsen nach Klausenburg über. 1317 erhielt Klausenburg die lang ersehnten Stadtrechte. Besonders bedeutend in der Geschichte der Stadt ist der dann folgende König Mathias, der viel für das wirtschaftliche Wachstum der Stadt geleistet hat. Er hat einen Rat (centrumviri) errichten lassen, der für die Verwaltung der Stadt zuständig war und gab der Stadt mehrere Vorrechte. Von 1790 bis 1848 und von 1861 bis 1867 war Klausenburg Hauptstadt Siebenbürgens und Regierungssitz innerhalb der Habsburgermonarchie. Nach dem österreich- ungarischen Ausgleich von 1867 wurde Siebenbürgen Bestandteil des Königreichs Ungarn. Die Teilnahme am ersten Weltkrieg brachte große Verluste für die Stadt mit sich. Ab 1918 gehört Klausenburg zu Rumänien. 1947 bekam die Stadt den Namen Napoca hinzugefügt, und wurde so zu Cluj-Napoca. Der Zusatz soll an den dakischen Ursprung der Stadt erinnern.

 

Der Palast Banffy

November 13th, 2009

Die Stadt Klausenburg war und ist eine der wichtigsten Kulturhochburgen Rumäniens. Ihre Vergangenheit ist abwechslungsreich. Ungarische, rumänische, österreichische und deutsche Einflüsse sind sowohl im Namen als auch im Stadtbild Klausenburgs noch heute zu sehen .
Unter den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, wie dem gotischen Geburtshaus von Matei Corvin oder der weltweit bekannten Michaelskirche, ist der Banffy-Palast aus dem 18. Jahrhundert ebenfalls zu finden.
Dieser Stadtpalast ist der Adelsfamilie Bánffy zu zuordnen. Er wurde zwichen den Jahren 1774-1775 gebaute und gilt als eines der wichtigsten Barockdenkmale Siebenbürgens. Der Palast Baffny hat bereits wichtige und berühmet Gäste, wie zum Beispiel König Franz Josef I. Bewirtet. Seit dem Jahre 1951 beherbergt es das Kunsthistorische Museum der Stadt Klausenburg.
Die Besucher können, in mehr als 20 Räume, neben der rumänischen Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts auch die niederländische und italienische Meisterstücke besichtigen. Besonders sehenswert in diesem Museum sind die alten Waffen, Ikonen und Möbel, die bis heute in einem guten Zustand vorzufinden sind.

Ein Ort für Forschung und Entspannung, der Botanische Garten „Alexandru Borza?.

November 13th, 2009

Klausenburg, eine Stadt im Siebenbürgen, umgegeben von Bergen und Wäldern…..
Wenn man ein durchaus interessantes und gelungenes Ausflugsziele in Klausenburg sucht, ist der Botanische Garten der Stadt ein absolutes muss.
Auf einer Fläche von ca. 14 ha, liegt der Botanische Garten Names „Alexandru Borza? im Süden Klausenburgs und wurde erstmals im Jahre 1923 eröffnet.
Mehr als 10.000 Arten von Plflanzen mit ausfürlicher Beschreibungen, ein Herbarium und ein botanisches Museum machen aus diesem Garten einen sehenswerten Ort.
Der zur Universität gehörende Garten dient aber vor allem zur Forschung und Lehre, eignet sich aber auch gut zum Entspannen mit einer Lektüre.
Der römische Garten, der Garten von Pliniu zusammen mit dem japanischem Garten sind die Hauptattraktionen dieses Kunstwerkes. Neben den vielen Touristen, sind vor allem die Stundenten und Anwohner Klausenburgs die täglichen Besucher des Gartens. Dies im Sommer natürlich besonders. Aber auch viele Grundschulklassen aus ganz Rumänien kommen um sich die besonderen Pflanzen hier anzuschauen.
Bei einem Besuch des Gartens vergehen die Stunden wie im Flug….

“Cluj in den Karpaten ist eine richtige Filmstadt!“

November 13th, 2009

Die Stadt mit den meisten Kinogängern hat unangefochten Klausenburg. Diese glanzvolle Stadt ist reich an Kultur und kann mit vielen Theatern, Museen und dem jährlich stattfindenden Filmfestival glänzen. In der Woche des Filmfestivals kommen unzählig viele junge Menschen aus dem ganzen Land, aber auch Ausland in die Filmstadt. Sie nehmen lange Wartezeiten und schlange stehen gerne für gutes Kino und neue Filme in Kauf. Die Filme werden in den vielen Kinos der Stadt gezeigt, aber auch Open-Air-Präsentationen werden veranstaltet.
Dieses Jahr fand in Klausenburg bereits das 8. Filmfestival (abgekürzt: TIFF-Transilvania International Film Festival) statt. Die so beliebte Trophäe bringt bringt immerhin 10.000 Euro für den Sieger. Das Filmfestival konnte ca. 50.000 Zuschauer mit 100 aktuellen Produktionen vor ihrem Weg nach Europa verzeichnen.
Dies ist ein absolut sehenswertes internationales Kulturereignis in der Hauptstadt Transilvaniens.

Klausenburg feiert Jubiläum

November 13th, 2009

Die Klausenburger Babeş-Bolyai-Universität feiert in diesem Jahr ihr 20- jähriges Jubiläum der deutsch-rumänischen Kulturbeziehungen. Ehrenpräsident der rumänisch-deutschen Kulturgesellschaft, Prof. Dr. Andrei Marga arbeitet bereits seit vielen Jahren an einem ausgeprägten Netzwerk von Nationalbibliotheken an der Babeş-Bolyai-Universität. Die deutsche Nationalbibliothek wurde im Jahre 1994 für die Klausenburger Studenten eröffnet. Über einen deutschen Studiengang verfügen bereits elf Fakultäten der größten Universität Klausenburgs. Anliegen der rumänisch-deutschen Kulturgesellschaft ist es, dass auch die restlichen Fakultäten in nächster Zeit nachziehen und ihren Unterricht um die deutsche Sprache zu erweitern. Bereits vor 14 Jahren wurde in Klausenburg der erste Unterricht in deutscher Sprache gehalten. Vor allem aber soll deutsch als Wirtschaftssprache noch mehr an der Babeş-Bolyai-Universität gefördert werden.

Allgemeines über die Stadt Klausenburg

December 11th, 2007

Klausenburg ist eine der wichtigsten Städte Siebenbürgens. Klausenburg ist auch die Hauptstadt des Bezirks Cluj und die drittgrösste Stadt Rumäniens. In Klausenburg, in rumänisch ” Cluj-Napoca” genannt, können die Besucher wirklich eon breites Angebot in den Bereichen Musik, Kultur, Sport oder einfach Spass finden. Die Stadt hat mehrere Sehenswürdigkeiten, wie z. B. die Michaelskirche, das Mathiasdenkmal oder die reformierte Kirche von der Strasse Farkas, die im der 15. Jahrundert gebaut wurde. Ausserdem gibt es natürlich weitere Kirchen, und besonders interessante Museen aus den Breichen Kunst und Kultur. Was man unbedingt erwähnen muss, wenn über Klausenburg die Rede ist, sind die zwei Theater. Sie haben eine lange Tradition und erfreuen ihre Besucher mit einem buntgemischten Programm. Beide Gebäude, des rumänischen und des ungarischen Theaters, sind wichtige Kulturzentren in Rumänien. Auch Sportfreunde sind willkommen in Klausenburg, weil die Stadt hat sogar zwei Fussballmannschaften, die in der ersten Liga Rumäniens spielen. Die älteste Mannschaft ist CFR Cluj, die im Jahre 1907 gegründet wurde. Aber auch Universitatea Cluj ist eine Mannschaft, die seit 1919 mit viel Erfolg in der rumänischen Fussballszene spielt. Auf jeden Besucher wartet ein erlebnissvolles Nachtleben, dafür garantieren die zahlreichen Clubs, Bars und Restaurants. Diese befinden sich praktisch überall, von der Innenstadt bis zu den äußeren Stadtteilen verteilt. Zum Bereich Kultur muss noch unbedingt das Transilvanische Internationale Film Festival erwähnt werden, das eigentlich eines der wichtigsten Festivals in Zentral- und Ost-Europa ist.